Stadt Tübingen: Interfraktioneller Antrag für Flüchtlingsaufnahme

Am 2. Mai 2019 erklärte sich die Stadt Tübingen nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats zum "Sicheren Hafen" und trat dem Bündnis "Städte Sichere Häfen" bei. Konkrete Folgen hatte dieser Beschluss bis dato jedoch nicht. Bei der Gemeinderatssitzung am 27. Juli steht nun jedoch ein interfraktioneller Antrag zur Entscheidung, der die sofortige Aufnahme von 20 Schutzbedürftigen und 10 Minderjährigen aus den überfüllten griechischen "Hot Spots" fordert. Ein noch weiter gehender Antrag der "Fraktion" aus Demokratie in Bewegung, Unser Huhn und Die Partei fordert die vollständige Übernahme der Positionen und Forderungen der Organisation "Seebrücke" für die kommunalen "Sicheren Häfen". Die Tübinger Seebrücke-Gruppe ruft mit Unterstützung des Bündnis Bleiberecht Tübingen und anderen Organisationen zu einer Kundgebung um 19.00 Uhr vor dem Rathaus auf. Orangene Kleidung und Transparente sind gewünscht.

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Fahrt zum afghanischen Konsulat in München 10.August

Termin: Montag, 10. August 2020, Abfahrt: 6.00 Uhr. (Rückkehr ca. 20 Uhr)

An diesem Tag haben Geflüchtete aus Afghanistan die Möglichkeit, beim afghanischen Konsulat in München eine Tazkira oder andere Papiere zu beantragen. Bitte ausreichend Verpflegung (Essen und Trinken) und Geld mitnehmen. Wir fahren mit zwei Autos und haben dort Platz für bis zu 12 Personen. Interessierte können sich melden bei info@menschen-rechte-tue.org. Informationsblatt (Deutsch / Dari-Farsi PDF)

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Mitgliederversammlung: Vorstand neu gewählt

Bei den bisherigen Mitgliederversammlungen von move on - menschen.rechte Tübingen e.V. haben wir stets viele Geflüchtete und weitere Freundinnen und Freunde eingeladen. Dies war in diesem Jahr nicht möglich. Am 10. Juli tagten gerade mal 10 Mitglieder unseres Vereins im Saal der Martin Bonhoeffer Häuser in Tübingen. Der Vorstand stellte einen umfangreichen finanziellen und inhaltlichen Geschäftsbericht für das Jahr 2019 vor. Im Anschluss wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Ela Boyacos, Andreas Linder, Marianne Mösle und Ines Roth in ihrem Ehrenamt bestätigt.

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Landkreis Tübingen ist "sicherer Hafen" - aber ohne Anlegestelle

160 Städte, Gemeinden und Landkreise haben sich in Deutschland bereits zum "sicheren Hafen" erklärt (Stand Juni 2020, siehe Seebrücke). Nach den Kreisstädten Rottenburg und Tübingen ist jetzt seit 27.Mai 2020 auch der Landkreis Tübingen ein "sicherer Hafen". Diese Entscheidung war umstritten. Zwar verabschiedete der Kreistag nahezu einstimmig einen von den Fraktionen der Linken, SPD, Grünen und FDP eingebrachten Kompromiss-Antrag, in dem sich der Kreis zum "sicheren Hafen" erklärt - allerdings mit der von der Verwaltung und den konservativen Parteien gewollten Einschränkung, dass der Landkreis selbst nicht zur Flüchtlingsaufnahme bereit ist, sondern dabei lediglich andere unterstützen will. Grundsätzlich befürwortet der Kreistag jedoch darüber hinaus die Aufnahme von Flüchtlingen, die sich an den EU-Außengrenzen in Not befinden wie auf dem Mittelmeer oder aktuell in Griechenland. Mit knapper Mehrheit von 29 zu 26 Stimmen entschied der Kreistag zusätzlich, dass der Landkreis dem Bündnis "Städte Sichere Häfen" beitritt. Gegen diesen Zusatzantrag stimmten CDU, FWV, FDP und AfD.

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Aufenthalt gefährdet - dringend Arbeitsstelle gesucht

AKTUELLE INFO 1.7.20: Inzwischen wurde eine neue Stelle gefunden. Die Kampagne ist erfolgreich abgeschlossen!

Eine albanische Frau, die seit Sommer 2019 mit einem Balkan-Arbeitsvisum im Kreis Tübingen lebt, wurde Ende März 2020 wegen den Corona-Beschränkungen von ihrem Arbeitgeber entlassen. Die Frau ist alleinerziehend und hat zwei jugendliche Kinder. Vom Jobcenter wurde ein Antrag auf Leistungen nach SGB II abgelehnt, d.h. sie ist seitdem mittellos. Jetzt braucht sie dringend eine neue Arbeitsstelle, damit sie ihr Visum/Aufenthaltsrecht nicht verliert und damit sie ihren Lebensunterhalt wieder sichern kann. Gesucht wird möglichst eine Vollzeitstelle für eine Helfertätigkeit im Bereich Gastronomie, Hauswirtschaft oder Pflege. Wir sind für alle Tipps dankbar.

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Beratungsprojekt Plan.B startet

Es gibt keinen Planet B, aber jetzt einen Plan.B. = Bleiberecht statt Abschiebung

move on - menschen.rechte Tübingen e.V. und Fluchtpunkte Tübingen e.V. starten ein neues Beratungsprojekt, bei dem der Schwerpunkt auf die Unterstützung von Geflüchteten gelegt wird, die von Abschiebung bedroht sind. Hierfür sehen wir erhöhten Bedarf, da seit der Verabschiedung des „Geordnete-Rückkehr-Gesetzes“ im letzten Jahr der Abschiebedruck seitens Politik und Behörden stark zugenommen hat.

Kontakt:
Telefon: 07071 – 96 69 94-0
E-Mail: info@planb.social
Homepage: https://planb.social

Flyer Plan.B (Stand 27.4.20, PDF)

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Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt

Die Bundesregierung hat sämtliche Abschiebungen nach Afghanistan bis auf Weiteres ausgesetzt. Damit folgte die Bundesregierung auch einer Forderung der afghanischen Regierung.

Quelle: PRO ASYL Newsticker Coronavirus: Informationen für Geflüchtete und Unterstützer*innen

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Aufnahmeprogramme und Abschiebungen ausgesetzt

Aufgrund der Grenzschließungen wegen der Corona-Prävention hat die Bundesregierung die für April vorgesehene Sammelabschiebung nach Afghanistan ausgesetzt. Auch andere EU-Länder haben in der aktuellen Situation Abschiebungen nach Afghanistan ausgesetzt. Auch Abschiebungen in einige andere Länder wie Gambia, Nigeria und Somalia sowie Dublin-Abschiebungen in EU-Länder sind derzeit ausgesetzt. Eine generelle Aussetzung von Abschiebungen gibt es jedoch nicht. Aufnahmeprogramme für Geflüchtete sind derzeit fast vollständig ausgesetzt. Nur das am 8.3.2020 beschlossene Aufnahmekontingent aus den griechischen Lagern werde laut Innenminister Seehofer beibehalten. Zur faktischen Umsetzung dürfte es wegen den Schließungen der Grenzen und der Lager aber vorläufig auch nicht kommen.

Quelle: PRO ASYL Newsticker Coronavirus: Informationen für Geflüchtete und Unterstützer*innen

19.03.2020 taz:  Flüchtlinge in der Corona-Krise: Die Welt wird zur Festung. Geflüchtete sind besonders hart betroffen. Hilfsorganisationen warnen vor „Massensterben“. Aus Deutschland wird weniger abgeschoben.

18.03.2020 tagesschau.de Aufnahmeprogramme für Flüchtlinge gestoppt

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Veranstaltungen und offene Beratungstermine fallen bis auf Weiteres aus!

Wegen Prävention Coronavirus fallen derzeit alle unsere Veranstaltungen aus. Auch unsere regelmäßigen offenen Beratungstermine z.B. im Rahmen des info asyl in Mössingen fallen bis auf Weiteres aus! In dringenden Fällen sind aber Einzelberatungen nach Terminvereinbarung möglich, z.B. bei bevorstehenden Gerichtsterminen im Asylverfahren. Hierfür können Sie uns unter info@menschen-rechte-tue.org kontaktieren.

Hinweis für die afghanischen Flüchtlinge: Auch das Afghanische Konsulat in München ist bis auf Weiteres geschlossen. Aktuelle Informationen gibt es auf der Homepage des Konsulats. Die geplante gemeinsame Fahrt zum Konsulat am 30.3.20 fällt aus!

Informationen zum Coronavirus – Information der Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen

Freundeskreis Asyl Schellingstraße: Aktuelle Informationen für Geflüchtete zum Umgang mit dem Coronavirus

17.03.2020 Verordnung der Landesregierung von Baden-Württemberg zu Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus (gültig ab 18.3.)

PRO ASYL Newsticker Coronavirus: Informationen für Geflüchtete und Unterstützer*innen

 

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Tübinger Aufruf "Bleiberecht statt Abschiebung"

Bündnis Bleiberecht startet überregionalen Aufruf für "Bleiberecht statt Abschiebung"

Rund 30 Organisationen aus dem Raum Tübingen sind Erstunterzeichner eines Aufrufs, mit dem bessere Regelungen für ein Bleiberecht von gut integrierten Geflüchteten gefordert werden. Das breite Bündnis aus Organisationen der Flüchtlingshilfe, Antirassismus, Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden fordert vor allem Verbesserungen bei der im Januar 2020 eingeführten Beschäftigungsduldung. Diese soll die Landesregierung in eine Bundesratsinitiative einbringen. Für den von Tübingen ausgehenden Aufruf werden über die Online-Plattform Open Petition in ganz Baden-Württemberg Unterschriften gesammelt.

Aufruf "Bleiberecht statt Abschiebung" zum Unterzeichnen auf Open Petition

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