Unsere Projekte

Unsere aktuell laufenden Projekte sind:

SOS Griechenland - Projekt zur Hilfe für Frauen und Kinder in griechischen Flüchtlingslagern!

Die sehr positive Resonanz auf unseren Aufruf „Tübingen hilft SOS Bihac“ im Januar 2021 macht es möglich, dass wir nicht nur Hilfe in Bosnien leisten können, sondern einen großen Teil der eingegangenen Kleiderspenden auch für die Unterstützung anderer Projekte und hilfsbedürftiger Menschen einsetzen können. So ist die Idee für ein Projekt für Frauen und Kinder in Griechenland entstanden. In der Flüchtlingshilfe aktive Tübinger*innen hatten bereits in den vergangenen Jahren Kontakt zu vor Ort tätigen Helfer*innen. Im Sommer 2020 gab es einen ersten Transport mit medizinischen Hilfsgütern in zwei Camps in Nordgriechenland. In diesen zwei Flüchtlingslagern sind mehrere hundert Frauen und Kinder untergebracht, die in der letzten Zeit von den griechischen Inseln auf das Festland verlegt wurden. Die humanitären Bedingungen in diesen Lagern sind jedoch elend. Dorthin sollen Ende März die im Rahmen der Aktion „Tübingen hilft SOS Bihac“ gespendeten Kleider für Frauen und Kinder gebracht werden.In den Lagern mangelt es über Kleidung hinaus an vielem Essentiellen. Deswegen wollen wir es mit dieser Aktion auch noch möglich machen, den dringenden Bedarf an Hygieneartikeln und medizinischem Material für die Krankenstationen zu decken.
Den Spendenaufruf für dieses Projekt haben wir am Internationalen Frauentag 8.3.2021 gestartet. Für allen geplanten Kosten haben wir einen Finanzierungsbedarf von rund 13.000 €. Hierfür planen wir auch Zuschussanträge

- 08.03.2021 Spendenaufruf SOS Griechenland - Hilfe für Frauen und Kinder in griechischen Flüchtlingslagern! (PDF)

 

Tübingen hilft SOS Bihac - Humanitäres Hilfsprojekt für Geflüchtete an der bosnisch-kroatischen Grenze

Neben den griechischen Inseln und der griechisch-türkischen Grenze ist die Region um Bihac an der bosnisch-kroatischen Grenze einer der „Hot-Spots“ des Versagens der EU-Flüchtlingspolitik geworden. Tausende Geflüchtete lässt die EU dort in die Sackgasse laufen, weil sich „2015“ nicht wiederholen darf. Die Situation ist von üblen Unterbringungsbedingungen und massenhaften (illegalen und gewalttätigen) Pushbacks durch die kroatische Grenzpolizei geprägt. Nach dem Brand im Flüchtlingslager Lipa bei Bihac kurz vor Weihnachten 2020 entschlossen sich ein Bündnis aus Tübinger Organisationen zu einem Hilfsaufruf mit dem Ziel, diesem politisch gewollten Normalzustand etwas entgegenzusetzen.

In Absprache mit dem Aachener Netzwerk für humanitäre Hilfe und interkulturelle Arbeit e.V., das seit vielen Jahren als humanitäre Hilfsorganisation in der Balkanregion tätig ist und in den letzten Jahren die Unterstützung für SOS Bihac aufgebaut hat, wurde abgeklärt, welche Bedarfe in Bihac vorhanden sind. Daraufhin starteten wir die Aktion „Tübingen hilft SOS Bihac“, in deren Rahmen im Laufe des Januar zahlreiche solidarische Menschen aus Tübingen und Region insgesamt über 10 Tonnen wintertaugliche Kleidung, Schuhe, Schlafsäcke, Decken und Rucksäcke für die in Not befindlichen Flüchtlinge an der bosnisch-kroatischen Grenze spendeten. Bei einem ersten Hilfstransport wurden am 19. Februar knapp die Hälfte dieser Hilfsgüter erfolgreich nach Bihac gebracht und an SOS Bihac übergeben. Auch viele Geldspenden sind eingegangen.

- 10.01.2021 Spendenaufruf "Tübingen hilft SOS Bihac" (PDF)

- 07.03.2021 Bericht und Ausblick: Tübingen hilft SOS Bihac - mehr als eine humanitäre Hilfsaktion (PDF)

Mehr Informationen unter "News"

 

 

Plan.B - beraten & bewegen = bleiben

Mit dem Projekt „Plan.B“ betreiben wir bereits seit April 2020 ein Beratungsprojekt, das Geflüchtete bei der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt. Im Mittelpunkt stehen Geflüchtete mit einer Arbeitsstelle oder in Ausbildung, deren Asylanträge abgelehnt wurden. Das Projekt unterstützt sie insbesondere bei der Erfüllung der sogenannten Mitwirkungspflichten (Identitätsklärung, Passbeschaffung) sowie bei der Antragstellung für Ausbildungs- oder Beschäftigungsduldungen. Hierbei kooperiert Plan.B mit Beratungsstellen wie K.I.O.S.K. und der KIT Jugendhilfe, mit Anwält*innen und ehrenamtlich Engagierten sowie mit Arbeitgebern wie der Kolpingschule Rottenburg (Altenpflege). Der Verein, der Mitglied im Landesverband des Paritätischen ist, war bereits in den vergangenen Jahren in diesem Bereich umfangreich (ehrenamtlich) tätig, insbesondere in der Asylverfahrensberatung von Geflüchteten aus Afghanistan. 

Plan.B wird im Jahr 2021 gefördert von der UNO Flüchtlingshilfe e.V.

- Homepage Projekt Plan.B: https://planb.social

- Projekt-Flyer "Plan.B : Beraten-Bewegen-Bleiben" (Stand: Januar 2021)

- Formular Kooperationserklärung, Formular Abo Fach-Newsletter

- Januar 2021 Für das Bleiberecht - bitte spenden Sie für unser Beratungsprojekt Plan.B (PDF)

- 16.12.2020 Geflüchtete aus Syrien können Asylfolgeanträge stellen. Infoblatt bei Plan.B

- 30.11.2020 : UNO Flüchtlingshilfe unterstützt Beratungsprojekt Plan.B

- 23.04.2020 Beratungsprojekt Plan.B startet Es gibt keinen Planet B, aber einen Plan.B. = Bleiberecht statt Abschiebung

 

 

"info asyl" in Mössingen (2016-2019, wird ohne Förderung und z.T. im Rahmen von Plan.B fortgesetzt)

In Zusammenarbeit mit Fluchtpunkte Tübingen und dem Freundeskreis Asyl Mössingen bietet move on geflüchteten Menschen seit Anfang 2017 eine wöchentliche ehrenamtliche Asylberatungs-Sprechstunde im Sozialraum einer Asylunterkunft in Mössingen. Seit 2017 haben wir dabei in ca. 100 Fällen einzelfallbezogene Unterstützung geleistet. Das Beratungsangebot ist offen für alle, die Mehrzahl der Beratenen sind jedoch Einzelpersonen und Familien aus Afghanistan. Im Mittelpunkt steht die Beratung im Asylverfahren, aber auch die Unterstützung bei der Integration in Bildung und Arbeit. Die Beratung ist kostenfrei für die Ratsuchenden, ehrenamtlich und unabhängig.

info asyl wurde/wird im Jahr 2019 unterstützt von der Stiftung do, dem Verein der Bundestagsfraktion Die Linke und (zeitweise) der Stadt Mössingen. Wir bedanken uns auch sehr beim Freundeskreis Asyl Mössingen für die finanziellen Beiträge.


solifondsSolifonds Perspektiven für Menschen aus „sicheren Herkunftsstaaten“ in Osteuropa
Der Solifonds ist ein Netzwerk aus Initiativen und Einzelpersonen aus dem Raum Neckar-Alb, die schon seit längerem in der Unterstützungsarbeit für Menschen aus den mittlerweile zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärten Ländern Osteuropas tätig sind. Sie setzen sich vor allem für ein Bleiberecht von Roma ein, die in ihren Herkunftsländern aufgrund des Zusammenwirkens von Armut und Rassismus kein würdiges Leben und keine Perspektiven haben. Im Blickpunkt sind aber auch Roma, die als (Arbeits-)MigrantInnen aus EU-Staaten zeitweise nach Deutschland kommen.
Das Ziel des Solifonds ist, Spenden insbesondere für Roma aus Ost- und Südosteuropa zu sammeln, die aus Deutschland ausreisen mussten oder abgeschoben wurden. Es werden je nach Möglichkeit und je nach Einzelfall einmalige Starthilfezahlungen, Zuschüsse zum Lebensunterhalt und zum Überleben oder für eine eigenständige Sicherung des Einkommens gewährt. Das "info asyl" wird auch im Jahr 2021 fortgesetzt, z.T. unter dem Dach des Beratungsprojekts Plan.B.

 

Mehr Informationen unter „News“

 

Abgelaufene Projekte

 

Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen" (2016 - 2019)

menschen.rechte Tübingen e.V. erhält über den Paritätischen Landesverband Baden-Württemberg seit 2016 eine Förderung im Rahmen des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Programms "Menschen stärken Menschen". In diesem Programm werden Mitgliedsorganisationen gefördert, bei denen engagierte Patinnen und Paten Geflüchtete bei der Integration begleiten. Im Rahmen dieses Projekts führen unsere freiwillig Engagierten mit geflüchteten Einzelpersonen und Familien verschiedene Freizeitaktivitäten durch und begleiten und unterstützen sie je nach Bedarf in vielfältiger Weise: in Alltagsangelegenheiten, bei Behördengängen, bei Arztbesuchen, bei der Wohnraumsuche, bei der Arbeitssuche, beim Lernen der deutschen Sprache usw.

 

Arbeitskreis Flüchtlingshilfe im Französischen Viertel Tübingen: Cafe Mondial
Der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe im Französischen Viertel, der seit Juni 2015 besteht, engagiert sich ehrenamtlich und solidarisch für die Asylsuchenden, die in Häusern im benachbarten Wennfelder Garten untergebracht sind. Seit dieser Zeit betreibt der Arbeitskreis auch ein wöchentliches "Cafe Mondial" im Hauscafe des Wohnprojekts Provenceweg 3. Das Cafe Mondial ist der zentrale regelmäßige Treffpunkt für die Geflüchteten untereinander und mit ihren Unterstützer/innen. Neben der zwischenmenschlichen Begegnung erhalten die Geflüchteten im Cafe Mondial auch Beratung bei Fragen zu ihrem Asylverfahren und Unterstützung in allen Fragen des Alltagslebens und der sozialen Integration (Sprachförderung, Bildung, Schule, Arbeit, Gesundheit, Freizeitaktivitäten etc.)

Das Cafe Mondial wird unterstützt von der Stadt Tübingen, Gleichstellung und Integration.


infocafé in der Volkshochschule Tübingen
Das infocafé in der VHS Tübingen ging aus einem Beratungscafe für die Geflüchteten hervor, die in der Tübinger Kreissporthalle untergebracht waren. Nach Beendigung der Unterbringung in der Halle wurde eine neue Möglichkeit gesucht, den Bedarf und das Interesse an Beratung, Austausch und Zusammenarbeit zwischen Geflüchteten und Unterstützer/innen fortzuführen. Das infocafe wird von Geflüchteten und Nicht-Geflüchteten gemeinsam organisiert und gestaltet. Seit September 2016 bietet das infocafe jeden Freitag ab 18 Uhr ein wöchentliches wechselndes Programm für Beratung und Begegnung sowie für gemeinsame kulturelle oder politische Aktivitäten.

Aktualisierung Jan. 2017: Das Infocafe wird nicht gefördert und findet derzeit aus Kapazitätsgründen nicht regelmäßig statt. Für Ende März ist ein Fest anlälsslich Newroz gemeinsam mit Geflüchteten geplant.

 

Mitarbeit in der Baugemeinschaft „maison mondiale“ (Flüchtlingshaus am Französischen Platz)
Die Baugemeinschaft „maison mondiale“ hat von der Stadt Tübingen die Option für den Bau eines Hauses am Französischen Platz im Rahmen der kommunalen Anschlussunterbringung für Geflüchtete erhalten. Kern der Baugemeinschaft ist der Verein „mittendrin e.V.“, der der aus den umliegenden Stadtvierteln heraus gemeinsam mit den später im Flüchtlingshaus wohnenden Menschen ein Stadtteilzentrum und eine Begegnungsstätte für alle Menschen im Quartier mit Leben füllen will. Menschen.rechte Tübingen e.V. ist Mitglied bei mittendrin e.V. und möchte nach Fertigstellung des Hauses ein Beratungs- und Veranstaltungsangebot im „maison mondiale“ aufbauen)

Info: Das Bauprojekt kam nicht zustande, weil die Stadt Tübingen aufgrund einer benachbarten Schäferei (Emissionen) kein Planungsrecht bewirken konnte.