Etwa 300 Menschen feierten am 20. Juni das 10-jährige Bestehen unseres Vereins und den Weltflüchtlingstag. Im Folgenden dokumentieren wir Workshop- und Redebeiträge sowie weitere Aktivitäten des Tages. Wir bedauern, dass einige der schönen Angebote ganz wenig bis gar keine Resonanz gefunden haben, schieben dies aber wahlweise auf den Zeitgeist oder die Hitze. Höhepunkte der ganztägigen Veranstaltung waren der Workshop "Protestierende Frauen Afghanistans gegen Gender-Apartheid", der Vortrag von medico-international-Geschäftsführer Tsafrir Cohen über das "Schleifen des Völkerrechts", die Beiträge von Klient:innen und Unterstützer:innen des Vereins und das beeindruckende abendliche Theaterstück "see not rescue".

Hauptvortrag Tsafrir Cohen (medico international): Menschenrechte und das Schleifen des Völkerrechts

Beiträge aus den Workshops
Workshop Protestierende Frauen Afghanistans gegen Gender Apartheid: Global Women Justice Network: Workshop-Präsentation (7 MB)
Medienbericht über diese Veranstaltung bei Afghanistan International
Workshop "Solidarische Flüchtlingshilfe - gibt's noch einen Plan B?: Das GEAS-Quiz; Fallbeispiele aus der Praxis von Plan.B
Mission Lifeline: Aidshilfe Tübingen/Reutlingen:

Wort- und Videobeiträge von Unterstützer:innen, Kooperationspartner:innen und Klient:innen:
Chiara Mattioli

Bernward Hecke (Kath. Dekanat, Tübingen) Aziz Gull Afghan Bik (Mulhouse / F) Michael Mautner (Freundeskreis Asyl Mössingen)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,liebes Team von Plan B,

zunächst möchte ich mich herzlich bedanken, dass ich heute Abend hier sein darf. Es bedeutet mir sehr viel. Mein Name ist Binta Bah. Ich komme aus Gambia. Ich hatte den Traum, durch Bildung meine Zukunft aufzubauen und andere junge Mädchen zu motivieren, an sich selbst zu glauben. Ich bin in die Ukraine gegangen, um in Kyjiw Internationales Recht zu studieren. Dort habe ich mir ein Leben und eine Zukunft aufgebaut. Dann begann der Krieg. Von einem Tag auf den anderen musste ich alles verlassen: mein Studium, meine Pläne und mein Zuhause. Meine Zukunft war plötzlich ungewiss. Als ich nach Deutschland kam, hatte ich große Angst und wusste nicht, wie es weitergeht. Dann habe ich Plan B kennengelernt. Plan B hat mir zugehört und an mich geglaubt, als ich selbst nicht mehr sicher war. Sie haben mich unterstützt, einen FSJ-Platz zu finden und später den Weg in die Ausbildung. Heute bin ich im zweiten Jahr meiner Pflegeausbildung an der Kolping-Pflegeschule in Rottenburg. Außerdem hat Plan B mir geholfen, eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland zu bekommen und ein Visum für die Ukraine zu erhalten, damit ich meine letzten Bachelorprüfungen schreiben konnte. Das war für mich nicht nur Hilfe. Es war meine Zukunft. Ohne Plan B wäre ich heute nicht hier. Plan B gibt Menschen Hoffnung, Vertrauen und eine neue Chance im Leben. Deshalb sage ich von Herzen: Danke. Danke, dass Sie an mich geglaubt haben. Danke für Ihre Unterstützung. Ich werde das nie vergessen. Vielen herzlichen Dank.

Hasmatullah Fazalpoor
Midya Zyab Murad Midya Zyab Murad: Herzlichen Dank, Plan.B
Somayeh Sarwari
Gitta Rosenkranz (Aidshilfe Tübingen/Reutlingen) Badeeah Jazzaa

Fotos von der Veranstaltung

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