Am 2. Dezember landete ein Charter mit weiteren 192 Personen mit Aufnahmevisum aus dem Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan auf dem Flughafen Erfurt. Unter diesen Menschen waren auch zwei Familien, für die unser Verein Aufnahmeanträge gestellt hatte:
Die neu aufgenommenen Personen kommen zunächst für zwei Wochen in ein Erstaufnahmezentrum und werden danach in Kommunen verschiedener Bundesländer zugewiesen. Dabei werden zum Beispiel familiäre Bezüge (in der Regel) berücksichtigt.
02.12.2025, Deutschlandfunk: Rund 190 weitere Afghanen in Deutschland angekommen
Zur Ankunft der Menschen in Erfurt schrieb uns ein in Deutschland lebender Angehöriger:
"Ich war gemeinsam mit einem Freund am Flughafen Erfurt, um die Familie meines Bruders zu empfangen und zu begleiten. Wir gehörten zu den ersten Personen, die vor dem Eingang des Erfurt Weimar Airport auf die Öffnung der Türen gewartet haben. Nach vielen Jahren voller Sorgen, Angst, Trennungsschmerz und Hoffnungslosigkeit konnte ich gestern um 11:43 Uhr endlich einen Teil meiner Familie in die Arme schließen. Die Tränen der Freude und zugleich der inneren Anspannung flossen ganz von selbst, und jedes Mal, wenn ich meine Nichten und Neffen fest umarmte, wurde mein Herz leichter und ruhiger.
Bemerkenswert ist, dass wir bereits vor 06:00 Uhr morgens vor Ort waren. Die Mitarbeitenden des BAMF benötigten dringend Unterstützung durch Übersetzer und Helfer. Auf Anfrage der zuständigen BAMF-Verantwortlichen wurde uns glücklicherweise diese Aufgabe anvertraut. So konnten wir bis etwa 13:00 Uhr den größten Teil der gestern angekommenen Personen begleiten und als Wegweiser, Dolmetscher und Berater unterstützen. Praktisch waren wir als freiwillige Assistenzkräfte an der Seite des BAMF-Personals im Einsatz. Die Mitarbeitenden des BAMF – ebenso wie wir selbst – waren sehr dankbar und zufrieden, dass wir bei der Organisation, den Transfers, der Aufnahme der Personen sowie bei vielen ihrer Fragen eine wirkungsvolle Unterstützung leisten konnten. Für mich persönlich war dies selbstverständlich und ich habe es als meine Pflicht empfunden."