Solidarität statt vergessen! Spendenaufruf für afghanische Familien

Wir bitten um Spenden für afghanische Familien
- die mit in Tübingen und der Region lebenden afghanischen Geflüchteten verwandt sind
- die sich in Afghanistan in Gefahr befinden, weil sie vom Taliban-Regime bedroht sind
- die sich in einer existenziellen humanitären Notlage befinden, weil sie nicht mehr arbeiten können, obdachlos sind oder sonstwie ihre Lebensgrundlagen verloren haben...

Spendenaufruf als PDF (Deutsch)
Spendenaufruf als PDF (Deutsch / Farsi/Dari)

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Neue Spendenlieferung nach Griechenland

Im Rahmen unserer Spendensammlungen für Geflüchtete brachten wir im Frühjahr dieses Jahres im Rahmen der Aktion "SOS Griechenland - Hilfe für Frauen und Kinder in griechischen Flüchtlingslagern" zwei volle Transporter mit Kleidung und medizinischen Hilfsgütern in die Camps bei Veria und Alexandria brachten. Mit den Geldspenden konnten über Apotheken und Dienstleister Medikamente und medizinischen Güter im Wert von fast 10.000 Euro gekauft werden. Ende November schickten wir jetzt nochmal per Post weitere 15 Pakete mit Kleidung für Babies und Kleinkinder zu der Freiwilligengruppe.

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Offener Brief an die innen- und integrationspolitischen Sprecher*innen des Landtags

Mit einem offenen Brief haben sich Beratungsstellen und Organisationen der Flüchtlingshilfe aus Tübingen sowie der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg an die innen- und integrationspolitischen Sprecher*innen des Landtags von Baden-Württemberg gewandt. Aufgrund der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan und der daraus folgenden humanitären und menschenrechtlichen Katastrophe fordern die Organisationen Konsequenzen beim asyl- und aufenthaltsrechtlichen Umgang mit afghanischen Geflüchteten in Baden-Württemberg.

Die Abgeordneten werden gebeten, sich dafür einzusetzen, dass alle in Baden-Württemberg lebenden Geflüchteten aus Afghanistan eine gesicherte Aufenthalts- und Integrationsperspektive bekommen. So wird gefordert, dass von afghanischen Geflüchteten mit Duldung nicht mehr verlangt wird, dass sie Identitätsdokumente und Pässe bei den afghanischen Konsulaten beschaffen müssen. Beschäftigungsverbote bei solchen Personen sollen aufgehoben werden. Die Organisationen fordern darüber hinaus, dass sich Baden-Württemberg nicht mehr an Abschiebungen nach Afghanistan beteiligen soll und sich bei der Bundesregierung für einen politischen Abschiebestopp einsetzt. Schließlich wird ein Aufnahmeprogramm für in Afghanistan besonders gefährdete Menschen, auch von Angehörigen in Deutschland lebender Geflüchteter, gefordert.

Offener Brief als PDF

Offener Brief im Wortlaut

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Vierter Spendentransport nach Bihac

Zwölf Paletten mit knapp zwei Tonnen Spendenkleidung für Geflüchtete in Bihac lieferte das Bündnis aus move on, Fluchtpunkte, Seebrücke und Bündnis Bleiberecht Tübingen am 5. November in München ab. Von dort geht ein koordinierter Spendentransport mit einem großen LKW nach Bihac / Bosnien-Herzegowina. Der in diesem Jahr bereits vierte Spendentransport enthält vor allem Winterkleidung. Nach den katastrophalen Zuständen rund um Bihac im vergangenen Jahr ist auch in diesem Winter zu erwarten, dass sich zahlreiche dort gestrandete Geflüchtete nicht in den abgelegenen Großlagern (Lipa) aufhalten werden, sondern in informellen nicht beheizten Unterkünften oder gar unter freiem Himmel. Das Bündnis unterstützt weiterhin freiwillig Engagierte aus mehreren Ländern, die in Bihac Geflüchtete mit Essen, Kleidung und anderem Lebensnotwendigem versorgen. Wir danken allen Spender*innen und auch den Firmen, die uns unterstützt haben.

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Neues basic info für afghanische Geflüchtete zu Asylfolgeantrag und "Mitwirkungspflichten" nach der Machtübernahme durch die Taliban in Afghanistan

Die Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 und der damit verbundene Zusammenbruch des vom Westen gestützten staatlichen Systems hat auch Konsequenzen für die afghanischen Flüchtlinge, die sich bereits in Deutschland befinden. Die Arbeitshilfe gibt Hinweise auf die Möglichkeiten und Schwierigkeiten eines Asylfolgeantrags und stellt die Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf die Klärung von Identität und Erfüllung der Passpflicht bei der Botschaft und den Konsulaten dar. Für in der Flüchtlingsberatung tätige Menschen werden die ebenfalls aktuell erschienenen Hinweise und Musterschreiben zur Unmöglichkeit der Passbeschaffung afghanischer Staatsangehöriger der Diakonie Deutschland empfphlen.

  • move on - menschen.rechte Tübingen e.V. / Plan.B: (1.11.2021) Informationen für Geflüchtete aus Afghanistan und ihre Unterstützer*innen: Was folgt aus der Machtübernahme durch die Taliban? Informationen zu Asylfolgeanträgen und zur Erfüllung der „Mitwirkungspflichten“
    - Version Deutsch (4 Seiten)
    - Version Deutsch / Dari-Farsi (8 Seiten)

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leave no one in bihac - Stiftung Seenotrettung fördert humanitäre Aktivitäten in Bihac

move on - menschen.rechte Tübingen e.V. ist der Träger des Projekts "leave no one in bihac". Dieses wird im Zeitraum von Juli bis Dezember 2021 von der Stiftung Seenotrettung gefördert. Das Projekt, das die Freiwilligengruppe frachcollective durchführt, unterstützt Geflüchtete an der bosnisch-kroatischen Grenze rund um Bihac / Bosnien-Herzegowina.

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Offener Brief von Tübinger Beratungsstellen und Anwält*innen wegen BMI-Erlass zu Niederlassungserlaubnissen

Tübinger Migrationsberatungsstellen und Rechtsanwält*innen mit Schwerpunkt Asyl-, Aufenthalts- und Migrationsrecht haben sich heute gemeinsam mit einem "offenen Brief" an die Abgeordneten und -kandidat*innen des im Bundestag vertretenen demokratischen Parteienspektrums aus dem Wahlkreis Tübingen gewandt, darunter auch die amtierende Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration im Kanzleramt, Annette Widmann-Mauz.

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save our families – Afghanische Geflüchtete fordern Schutz und Aufnahme für ihre Angehörigen in Afghanistan

10.9.2021 Pressemitteilung und flüchtlingspolitische Forderungen

„Haben Sie etwas vom Auswärtigen Amt gehört? Kann man Hoffnung haben? Oder was passiert jetzt? Ich habe Angst.“
(Der afghanische Flüchtling A., dessen Schwester Journalistin ist und die nach der Machtübernahme der Taliban ihre sämlichen Arbeitsmaterialien verbrennen musste und mit ihrer ganzen Familie aus ihrer Stadt geflüchtet ist)

Unter dem Motto „save our families“ demonstrieren afghanische Geflüchtete aus Tübingen und der Region am Samstag den 11. September am Tübinger Holzmarkt. Mit einer Mahnwache wollen die Geflüchteten darauf hinweisen, dass sich ihre in Afghanistan lebenden Angehörigen nach der Machtübernahme durch die Taleban am 15. August in großer Gefahr befinden und Hilfe brauchen. Die Mahnwache beginnt um 13.30 Uhr. Im Anschluss beginnt die Mahnaktion und Kundgebung der Gesellschaft Kultur des Friedens "20 Jahre Krieg in Afghanistan - was sind die Konsequenzen?"

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Angebot Transkulturelle Tandemberatung für psychisch belastete Geflüchtete in Tübingen

Das in Nürtingen angesiedelte Psychosoziale Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge bietet jetzt auch in Tübingen "transkulturelle Beratungstandems" für psychisch belastete Geflüchtete an. Nähere Informationen und Kontakt hier:

Transkulturelle Beratungstandems - Starke Hilfe für psychisch belastete Geflüchtete

 

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Bleiberecht im Koalitionsvertrag: Ernsthaftes Vorhaben oder nur heiße Luft?

"Für diejenigen, die viele Jahre im Land, nicht straffällig geworden und gut integriert sind, werden wir daher alle Möglichkeiten im Land nutzen, um ein Bleiberecht zu ermöglichen." (Koalitionsvertrag S.85)

Zu den vielen im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung vom 5.Mai 2021 niedergeschriebenen Vorhaben gehört auch das Ziel, "geduldeten Menschen zu einem Bleiberecht zu verhelfen" (Koalitionsvertrag S.85). Das jetzt für die Bereiche Migration und Asyl zuständige Ministerium der Justiz und für Migration hat auch bereits Musterschreiben an Betroffene und Ausländerbehörden herausgegeben, in denen über Bleibemöglichkeiten informiert wird.

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