Beratung für Geflüchtete aus der Ukraine

Aus Fördermitteln der Aktion Deutschland hilft erhält der Verein move on - menschen.rechte Tübingen e.V. einen Zuschuss von rund 12.800 Euro für die Beratung von Geflüchteten aus der Ukraine. Schwerpunkt des Projekts "Plan.U" ist die unabhängige aufenthalts- und sozialrechtliche Beratung von Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind sowie für nicht aus der Ukraine kommende Geflüchtete, die aufgrund des Zustroms aus der Ukraine derzeit von staatlichen Stellen "unterversorgt" sind. Hierfür bietet das Projekt einmal wöchentlich offene Beratungs-Sprechstunden sowie je nach Bedarf individuelle Einzelfallberatung nach Terminvereinbarung oder aufsuchende Beratung bzw. Begleitung bei Behörden.
Mit der Förderung kann der Verein für den Zeitraum Juni 2022 bis Mai 2023 eine 20% Stelle schaffen sowie Sachkosten finanzieren. Das Projekt ist Teil eines Sammelantrags des Landesverbands des Paritätischen, über den mehrere Projekte dieser Art in BaWü gefördert werden.

Aus der Projekt-Kurzbeschreibung:

Plan.U – Unabhängige Beratung für Geflüchtete aus der Ukraine

Ukrainische und andere Geflüchtete (die keine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufentG bekommen) erhalten eine gute und unabhängige Beratung und Unterstützung in allen Fragen des Aufenthalts- und Sozialrechts und werden bei Terminen bei Ausländer- und Sozialbehörden unterstützt und begleitet:
   + Antrag/Weiterbewilligung von Sozialleistungen und damit zusammenhängender Bedarfe (z.B. Wohnraumkosten, Kindergeld, BuT etc.)
   + allen aufenthaltsrechtlichen Bedarfen und Behördenterminen bzw. -problemen
   + Anerkennung von Bildungsabschlüssen
   + Suche nach nach Arbeits- oder Ausbildungsplätzen / Bewerbungen
   + ggf. (falls nicht § 24) Beratung im Asylverfahren oder Vermittlung an zuständige Stellen

Hierfür bietet das Projekt einmal wöchentlich offene Beratungs-Sprechstunden (mind. 2 Stunden) sowie je nach Bedarf individuelle Einzelfallberatung nach Terminvereinbarung oder aufsuchende Beratung bzw. Begleitung bei Behörden.
Ebenso werden Geflüchtete beraten und unterstützt, die nicht aus der Ukraine stammen, die aber aufgrund des aktuellen Zustroms aus der Ukraine von den zuständigen staatlichen Stellen nicht ausreichend „versorgt“ werden. Das Projekt will dazu beitragen, dass diese Menschen nicht vergessen oder vernachlässigt werden.

Das Projekt arbeitet mit den bezüglich der Zielgruppe tätigen anderen Akteuren (Leistungsträger, Flüchtlingssozialarbeit, MBE, JMD, Arbeitgeber, Wohnungsgeber, Ehrenamtliche) zusammen. Der Antragsteller betreibt bereits seit über zwei Jahren das Projekt „Plan.B“, eine engagierte Fachberatungsstelle, die Geflüchtete aus verschiedenen Ländern (z.B. Afghanistan, Irak, Nigeria, Gambia) bei der Erarbeitung einer „Bleibeperspektive“ berät und unterstützt. Dieses Projekt, das in 2021 in rund 150 Fällen eine intensive Beratungsarbeit geleistet hat, ist aufgrund Nichtförderung durch staatliche Stellen unterfinanziert.

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